HBLFA Schönbrunn

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Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung

Name E-Mail Telefon Mobiltelefon
Schmidt Stefan, Dipl.-Ing.
Abteilungsleiter
@ 01 8135950-313 0699 13260707
Roth Thomas, Dipl.-Ing. @ 01 8135950-382 0699 12540192
Hauser Martin
Außenstelle Jägerhausgasse
@   0664 8497632
Pleil Markus
Außenstelle Jägerhausgasse
    0664 8497637
Tonkovic Ankica
Außenstelle Jägerhausgasse
    0664 8497623

Aussenstellen

Außenstelle Jägerhausgasse
Jägerhausgasse 77
A-1120 Wien

Aufgabenbereich der Abteilung

Die Abteilung Garten und Landschaftsgestaltung sorgt einerseits für die gestalterisch-technischen Ressourcen für die Ausbildung der Schüler und Schülerinnen an der HBLFA für Gartenbau Schönbrunn im Kernbereich Gartengestaltung, andererseits werden für all jene die im Arbeitsleben stehen vom Team der Abteilung im Rahmen der Schönbrunner Seminare regelmäßige und praxisnahe Fort­bildungs­veranstaltungen angeboten. Der Abteilung Garten- und Landschafts­gestaltung stehen mit den Einrichtungen und Versuchs­flächen in der Außenstelle Jägerhausgasse gute Möglichkeiten für den Praxisunterricht sowie für laufende Versuche und für die Abhaltung von Seminaren zur Verfügung. Die Forschungsthemen werden in Zusammenarbeit mit Gartengestaltern, Planern und öffentlichen Dienst­stellen entwickelt.

Versuche und wissenschaftliche Tätigkeiten

Aktuelles Thema der Forschung ist der städtische Freiraum und seine gärtnerischen Elemente vor dem Hinter­grund des Klima­wandels. Dabei werden folgende Projekte bearbeitet:

Substratentwicklung für Stadtbäume

An den mit dem neuentwickelten Substrat gefüllten Lysimetern kann die Feuchtig­keits- und Nähr­stoff­verteilung im Wurzel­raum kontinuierlich gemessen werden.

Straßenbäume in der Stadt müssen mit immer extremeren Bedingungen zurecht­kommen. Herkömmliche Pflanzungen in so genannten Ober­boden werden durch Betritt, Salz­belastung und die ständigen Erschütterungen des Verkehrs oft so stark verdichtet, dass den Bäumen buch­stäblich die Luft wegbleibt. Skelett­reiche Baum­substrate sichern auch bei Ver­dichtung ein stabiles Angebot an luft- und wasser­führenden Poren und verhindern den so genannten Blumen­topf­effekt, welcher den Übergang in die Bodenzonen außerhalb der Baumscheiben erschwert. Im Projekt wird ein Substrat auf der Basis nachhaltiger, tiefbaunaher Rohstoffe entwickelt.

Substrate für trockenheits­verträgliche, pflege­arme Pflanzungen

Die genau abgestimmte Mischung aus Dolomit­splitt und Kompost sorgt auch ohne zusätz­liche Bewässerung für ausge­wogenes Wachstum.

Die geänderten wirtschaftlichen Rahmen­bedingungen in der Pflege städtischer Grün­flächen erfordern auch Änderungen in den Begrünungs­konzepten. Stauden­mischplanzungen auf abgemagerten Substraten brauchen weniger Pflege und sind durch ihren extremen Standort weniger von unerwünschten Beikräutern betroffen. Ein wesentliches Element für funktionierende Misch­pflanzungen an Trocken­standorten ist die Wahl des richtigen Substrates. Der Versuch hat ausgehend von den aktuell in Österreich verwendeten Substraten die Parameter für ein dauerhaft funktionierendes Splitt­substrat festgelegt und entsprechende Substrate in der Praxis getestet.

Trockenheitsverträgliche Rasenansaaten

Nach einer längeren Trockenperiode sind deutliche Unter­schiede der einzelnen Rasen­mischungen erkennbar.

Vor dem Hintergrund der zunehmend heißen und trockenen Sommer wird in diesem Versuch der Frage nach­ge­gangen, welche Rasen­mischungen länger anhaltende Trocken­perioden mit möglichst geringen Beein­trächtigungen ihres Erscheinungs­bilds über­stehen und gleichzeitig möglichst wenig Schnittgut produzieren um anfallende Pflege­maßnahmen reduzieren zu können. Der Versuch wurde in Zusammen­arbeit mit öster­reichischen und inter­nationalen Saatgut­firmen organisiert.

Staudenmischungen für Splittbeete im öffentlichen Raum

Die Mischung „Kleiner Indianersommer“ wurde an den trockenen Standort angepasst und über­zeugt schon 4 Monate nach der Pflanzung.

Bei der Zusammen­stellung von Misch­pflanzungen wird vom Projekt­partner, MA 42 - Wiener Gärten, großer Wert auf die Verwendung ange­passter und nach­haltiger gärtnerischer Arten und Sorten gelegt. Ausgehend von bereits entwickelten Mischungen werden Anpassungen an pflege­arme und trockenheits­verträgliche Splitt­beete im Straßen­raum vor­ge­nommen. Dabei werden insgesamt 5 ver­schiedene Stauden­mischungen entwickelt und geprüft.

Leistungen für die Gartengestaltung

Die Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung sieht sich als Partnerin der Garten- und Landschaftsbaubetriebe sowie der Fachabteilungen in den öffentlichen Dienststellen.
Wir bringen unsere Kompetenz in die Entwicklung der spezifischen ÖNORMEN ein.
Wir bieten fundierte Weiterbildung, oft mit Internationalen Fachleuten an.
Wir helfen durch unmittelbare Beratung der Betriebe.
Und wir bilden den Nachwuchs an zukünftigen Gartentechnikern aus.

Veröffentlichungen (Auswahl)

2014  
„Substrate für Splittbeete im Vergleich“, in Neue Landschaft, Heft 10/2014
2013
„Splittbeete, die trockene Alternative für Garten und Stadt“, in Garten & Haus, 2013
„Abbau und Verwendungs­möglichkeiten von Naturstein für Trockenstein­mauern im Garten- und Landschaftsbau“, in Garten & Haus, 2013
2009
„Raus aus dem Schattendasein. Stauden und Gräser auf schattigen Extensivdächern ansäen“, in Neue Landschaft, Heft 11/2009

Dipl.-Ing. Stefan Schmidt, Abteilung Garten- und Landschaftsgestaltung