Exkursion zur Gedenkstätte der Euthanasieanstalt Schloss Hartheim

Exkursion zur Gedenkstätte der Euthanasieanstalt Schloss Hartheim

Am Donnerstag, den 14.11.2019, fand für den 4. Jahrgang eine Fachexkursion nach Oberösterreich unter der Leitung von Dr. Wolfgang Luttenberger und Mag. Markus Reiter statt. Besichtigt wurde der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Die Gruppe wurde dort von 2 Vortragenden herzlichst in Empfang genommen.
 

Die Führung war in 2 Teilbereiche gegliedert:

(1) Ausstellung zum Thema „Wert des Lebens“

(2) Führung durch die Gedenkstätte

Schloss Hartheim ist ein Schloss aus dem 17. Jahrhundert und zählt zu den bedeutendsten Renaissancebauten Oberösterreichs. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es vom damaligen Besitzer Fürst Starhemberg dem Oberösterreichischen Landeswohltätigkeitsverein zum Zweck der Pflege geistig und körperlich behinderter Menschen geschenkt.

Im Frühjahr 1940 führte man innerhalb weniger Wochen Umbauarbeiten beim Schloss zur Adaptierung zu einer Euthanasie-Anstalt durch. Der erste Menschentransport erreichte Hartheim am 20. Mai 1940. Zwischen 1940 und 1944 wurden im Schloss Hartheim rund 30.000 Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung sowie psychisch kranke Menschen ermordet. Die Tötungsanstalt Hartheim stand unter der medizinischen Leitung des Linzer Psychiaters Dr. Rudolf Lonauer.

Unmittelbar nach dem Krieg war das Schloss Flüchtlingsunterkunft, ab 1954 wurde das Schloss von der Gemeinde Alkoven vermietet. Seit dieser Zeit wohnten bis zu 30 Mietparteien im Schloss.

1997 wurde beschlossen, das Schloss Hartheim zu einem Lern- und Gedenkort zu machen.

Nach Beendigung der Führung kehrte die Klasse noch in das Cafe Lebenswert ein, welches von beeinträchtigten Menschen geführt wird. Nach der Stärkung mit Getränken und Kuchen trat die Gruppe die Heimreise an.

Jonas Eder, Camillo Ertl

 

 

Veröffentlicht am 09.12.2019